7. Mai 2011

Strohpuppen-Aktion

Auf originelle Art begrüßt der Stadtteil Oberwürzbach seine Gäste und wirbt für sich selbst - auch um neue Bewohner: Am Ortseingang aus Richtung Sengscheid stehen eine Familie und Vereins-Vertreter aus Stroh.


Seit dem 7. Mai werden Passanten und Autofahrer in Oberwürzbach besonders nett begrüßt. Da steht eine adrett gekleidete Familie mit zwei Kindern und Hund, zwei Vertreter des Karnevalsvereins "Maulesel" und ein Feuerwehrmann und heißen im "schönsten Stadtteil von St. Ingbert", wie Leo Wintrich betont, willkommen. Diese Modellfamilie, die auch das Logo des Arbeitskreises Oberwürzbach ziert, ist allerdings aus Stroh gefertigt. Viele helfende Hände sorgten dafür, dass alles stimmig ist, dafür wurde sogar die "Mama" nochmal umgezogen und trägt jetzt eine rot-weiße Schürze. So wie ihre Familie auch in dieselben Farben gehüllt ist. Der Papa trägt "Oberwürzbacher Chic", denn er nennt eins der ersten extra für diesen Stadtteil bedruckten T-Shirts sein Eigen. Ein kleiner, frech dreinschauender Eselskopf ziert in roter Farbe das weiße Shirt. Diese werden erstmals zum Dorffest verkauft und sollen das Wir-Gefühl der Oberwürzbacher stärken. "Leider haben sich nicht so viele Vereine zu unserer Strohpuppenaktion zurückgemeldet", so Leo Wintrich, denn dann würden noch mehr Puppen das Begrüßungskomitee am Ortseingang aus Richtung Sengscheid bilden. Aber die "Familie" ist auf Zuwachs ausgelegt, und die Vereine sind immer noch zum Mitmachen aufgefordert.

 

Der Arbeitskreis wünscht sich für seine künftigen Aktionen einen ganzheitlichen Ansatz, so dass Alt und Jung zusammenkommen oder aber über Bauplätze gesprochen wird, die auch bebaut werden können.

Denn von 96 freien Grundstücken seien nur fünf zu erwerben und das "könne nicht sein, wenn man sein Dorf attraktiver machen und Leute ,anlocken' will", so Arbeitskreis-Initiator Wintrich.

 

Als nächstes soll ein Boule-Platz am Spielplatz unterhalb des Kindergartens entstehen, wo die Generationen zusammenkommen können. Dieser Platz wurde nicht zufällig gewählt, ist er doch als drittschönster Spielplatz des Landes ein Aushängeschild für den Ort. Außerdem möchte der Arbeitskreis eine "Tüten-Aktion" mit den Händlern des Ortes starten, bei der Jutebeutel mit dem Logo des Arbeitskreises "unter die Geschäftsleute gebracht werden" sollen, die dann ihrerseits wieder Werbung auf der Rückseite unterbringen können.

(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 09.05.201)

Sehen Sie hier das Video von der Entstehung der Strohpuppen-Familie: